Arbeiten über das Referenzalter hinaus – eine strategische Option für Unternehmen

Der Fachkräftemangel spitzt sich in den kommenden Jahren weiter zu. Ab 2029 erreichen die geburtenstärksten Jahrgänge der Schweiz das Referenzalter – und damit droht vielen Unternehmen ein massiver Verlust an Know-how und Erfahrung. Gleichzeitig bleibt der Nachwuchs knapp: Die nachrückenden Generationen und die Zuwanderung können den Bedarf nicht decken.

Für Unternehmen bedeutet das: Neue Wege in der Personalstrategie sind gefragt. Eine dieser Chancen liegt in der gezielten Weiterbeschäftigung erfahrener Mitarbeitender über das Referenzalter hinaus.

Rechtlich möglich – betriebswirtschaftlich sinnvoll

Gemäss Artikel 33b BVG können Pensionskassen vorsehen, dass die berufliche Vorsorge auf Wunsch der versicherten Person bis zur Beendigung der Erwerbstätigkeit (maximal bis 70) weitergeführt wird. Die Mitarbeitenden leisten weiterhin Beiträge – ebenso wie das Unternehmen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer schrittweisen Pensionierung über ein reduziertes Arbeitspensum.

Diese Regelungen eröffnen Unternehmen neue Handlungsspielräume: Sie sichern wertvolles Know-how, ermöglichen Kontinuität im Team und bieten erfahrenen Fachkräften einen flexiblen, finanziell attraktiven Übergang in den Ruhestand.

Was kostet es wirklich?

Häufig wird angenommen, dass ältere Mitarbeitende deutlich höhere Kosten verursachen. In der Realität fallen die Mehrkosten für den Arbeitgeber moderat aus. Bei einem Medianlohn von rund CHF 81’600 betragen die zusätzlichen monatlichen BVG-Kosten für einen Mitarbeitenden über 55 im Vergleich zu einem 45-Jährigen lediglich rund CHF 70.

Gleichzeitig profitieren Teams, Kundinnen und Kunden – sowie das Unternehmen selbst – von der weiterhin verfügbaren Erfahrung, Stabilität und Verlässlichkeit der älteren Mitarbeitenden.

Unser Beratungsansatz

Wir unterstützen Unternehmen dabei, Modelle für die Weiterbeschäftigung und Weiterversicherung nach dem Referenzalter sinnvoll und individuell umzusetzen – sowohl arbeitsrechtlich als auch betrieblich. Dabei berücksichtigen wir:

  • Personalstrategische Einbettung
  • Kommunikation mit Mitarbeitenden
  • Vorsorgeregelungen und Teilpensionierungsmodelle
  • Wirtschaftliche Auswirkungen und Szenarien
  • Altersdurchmischung und Wissenssicherung im Team

Fazit: Erfahrung nicht verlieren – sondern nutzen

Die Weiterarbeit über das Referenzalter hinaus ist keine Notlösung, sondern eine strategische Investition in Stabilität, Wissen und Qualität. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Potenzial nutzen können.

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Gerne zeigen wir Ihnen in einem unverbindlichen Gespräch auf, wie sich Weiterversicherung und flexible Pensionierungsmodelle in Ihrer Organisation konkret umsetzen lassen.